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Keramik-Veneers

Restaurativ – funktionell – ästhetisch

Die Behandlung mit Keramik-Veneers ist heute eine wissenschaftlich anerkannte definitive Restaurationsart (Stellungnahme der DGZMK aus dem Jahre 2000 bzw. deren spätere Aktualisierung). Neben der ehemals im Vordergrund stehenden ästhetischen Indikation sind Keramik-Veneers heute auch zur restaurativen Behandlung von Frontzahndefekten sowie zur dauerhaften Funktionskorrektur mit Wiederherstellung der eckzahngeschützten Okklusion („Eckzahnführung“) geeignet.

Voraussetzung hierfür sind spezielle Präparationsformen, die den Indikation und Charakteristiken der eingesetzten Werkstoffe entsprechen und eine sichere klinische Weiterbehandlung mit vorhersehbaren Ergebnissen ermöglichen. In der Praxis haben sich dabei drei verschiedene Präparationsformen herausgestellt. Diese umfassen klassische (labiale) Veneers, die in erster Linie ästhetische Veränderungen bewirken und bei denen die Oberfläche zur Lippenseite nur minimal angeschliffen wird. Bei starken Verfärbungen und vor allem bei umfangreichen Substanzdefiziten kommen hingegen neuere Behandlungsformen zur Anwendung. Diese wurden zuerst 1991 von Andreasen et al. zur Weiterbehandlung zuvor wurzelkanalbehandelter Frontzähne beschrieben und mittlerweile vor dem Hintergrund neuer Restaurationsmaterialien auch als „Partial Wrap“- sowie „Full Wrap“-Veeners bezeichnet. Die Übergänge zwischen den verschiedenen Techniken sind fließend und sind in erster Linie durch die jeweilige Zahnhartsubstanzsituation im Einzelfall, aber auch durch die jeweiligen Behandlungsziele geprägt. Zu den verschiedenen Modifikationen liegen mittlerweile kontrollierte Langzeitstudien vor, die ihre Haltbarkeit bestätigen. Voraussetzung für einen programmierten Behandlungserfolg ist in allen Fällen eine sorgfältige strukturierte Therapieplanung, bei Patienten mit funktioneller Herausforderung unterstützt durch eine funktionsdiagnostisch unterlegte Therapieplanung.

Der Fortbildungskurs arbeitet die verschiedenen Indikationen systematisch heraus, zeigt die jeweils zu erhebenden Befunde auf und vermittelt anschließend zunächst die werkstoffkundlichen Hintergründe. Auf dieser Grundlage werden die Präparationsformen für die verschiedenen Keramik-Veneers dargestellt und Schritt für Schritt erläutert. Nach einem Kurzüberblick über die zahntechnischen Herstellungsmöglichkeiten folgt schließlich die Schilderung der definitiven adhäsiven Eingliederung.

Veranstaltungsform: Vortrag oder praktischer Intensivkurs
Bei praktischen Intensivkursen werden anschließend die verschiedenen Behandlungsschritte am Simulator trainiert. Dabei führen die Kursteilnehmer nach Demonstration durch den Kursleiter, Priv.-Doz. Dr. M. Oliver Ahlers zunächst Präparationsübungen unter Verwendung vom Kursleiter entwickelter Präparationsinstrumente durch.

Im Anschluss daran kann ein Training der Herstellung von Provisorien nach der Präparation erweiterter Veneers erfolgen. Dieser Schritt stellt eine besondere Herausforderung dar, weil die Befestigung der ebenso filigranen Provisorien ebenso schwierig ist wie deren spätere Entfernung ohne Schaden für die als Haftgrundlage vorgesehene Präparationsfläche. Mit der innovativen „Shrink-to-fit“-Technik gelingt die Herstellung, Eingliederung deutlich vorhersehbarer als bisher. Die Technik ist in einem Beitrag in der Fachzeitschrift Die Quintessenz publiziert und wird nach Erläuterung in Bilderserien im Kurs am Simulator praktisch trainiert.

Alternativ möglich ist – je nach Vereinbarung – ein Training des adhäsiven Eingliederns der Keramik-Restaurationen erfolgen. Hierfür können wir zuvor präparierte Zähne sowie hierzu passende Keramik-Veneers einsetzen und geeignete Befestigungsmaterialien einsetzen.

Veranstalter
Unter anderem die Zahnärztekammer Hamburg im Rahmen des neuen Curriculums Ästhetische Zahnheilkunde sowie nach Vereinabrung