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Funktionelle Restaurationen

Funktionelle und zugleich ästhetische Restaurationen nach der Funktionstherapie

Früher sind bei bestehenden cranio-mandibulären Dysfunktionen (CMD) häufig umgehend restaurative Behandlungsversuche unternommen worden. Heute weiß man, daß solche restaurativen Maßnahmen (unter Einsatz von Teilkronen, Kronen und Brücken aus verschiedenen Werkstoffen) erst im beschwerdefreien Kauorgan erfolgen sollten – und abhängig vom vorgesehen Verfahren.

Die aktuellen Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) und der „Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie“ (www.DGFDT.de) sehen daher als Regel folgenden Behandlungsgang vor:

  1. Routinemäßige Prüfung, ob ein begründeter Verdacht auf eine Funktionsstörung (CMD) vorliegt
  2. Wenn ja, gezielte Funktionsdiagnostik in mehreren aufeinander aufbauenden Schritten („Diagnostik-Kaskade“)
  3. Je nach Diagnose individuelle Funktionstherapie (zahnärztlich / interdisziplinär)
  4. Nach Abschluß der Funktionstherapie Behandlungsende / Nachkontrollen oder aber Fortsetzung mittel kieferorthopädischer und/oder restaurativer Therapie, wobei letztere zunächst mit Langzeitprovisorien getestet werden sollte
  5. Ernst nach Bewährung der Langzeitprovisorien über längere Zeit: dauerhafte restaurative Behandlung.

Erkennbar ist, daß zum Schutz von Patienten und Zahnärzten restaurative Behandlungen erst ganz am Ende einer solchen Therapiekaskade stehen sollten. Die hiermit zu behandelnden Patienten sind in der Regel in extremem Maße hinsichtlich Ihrer Zahn- und Kieferstellung sensibilisiert. Notwendig ist daher eine Genauigkeit in der Einstellung der Bisslage, die über das in der Zahnmedizin normal Übliche um ein Vielfaches hinausgeht. Der Aufwand für derartige Behandlungen und die Anforderungen an Zahnarzt und Zahntechniker sind daher enorm, und nur von eingespielten Teams mit ausreichendem Zeitaufwand zu leisten. Selbst unter diesen Bedingungen ist damit zu rechnen, daß während der Behandlung vorübergehende kleine Rückschläge auftreten, die in der Regel mit umgehendem gezieltem Gegensteuern und vertrauensvoller Geduld zu meistern sind. Nur wenn diese Voraussetzungen gegeben sind ist es sinnvoll, einen restaurativen Behandlungsabschluß anzustreben. Unabhängig davon kann dieser Behandlungsschritt durch Ihren Hauszahnarzt oder durch unser Team erfolgen; wir stimmen uns hierüber mit Ihrem Hauszahnarzt ab. Im Fall der Rücküberweisung wird es meist so sein, daß Ihr Zahnarzt nach Bewährung von uns gefertigter Langzeitprovisorien die restaurative Weiterbehandlung übernimmt.

In technischer und ästhetischer Hinsicht kommen hierfür je nach individueller Situation bewährte metallene oder moderne keramische Restaurationsmaterialien zur Anwendung. Neben den ästhetischen Wirkungen variiert dabei auch die Möglichkeit zum Erhalt verbliebener Restzahnsubstanz. Die Vor- und Nachteile werden wir Ihnen am Beispiel handlicher Modelle „begreifbar“ erläutern und mit Ihnen gemeinsam aus den verschiedenen Alternativen eine passende Lösung finden.