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Computer-assistierte Diagnostik

und die darauf basierende Therapieplanung

In der Vergangenheit lag der Fokus bei der klinischen Funktionsanalyse auf der reinen Befunderhebung (daher auch die Leistungsbezeichnung in der aktuellen Gebührenordnung anno 1988 als „Befunderhebung des stomatognathen Systems“). dazu paßt, daß zum Klinischen Funktionsstatus der DGZMK weder eine Anleitung noch ein Diagnoseschema vorlagen. Seit Anfang der 90er Jahre sind aber mit hohem Aufwand strukturierte Auswertungssysteme entwickelt worden.

TagungsbestpreisFür Ihren diesbezüglichen Vorschlag eines Diagnoseschemas erhielten daher Priv.-Doz. Dr. Ahlers (Univ. Hamburg) und Prof. Dr. Jakstat (Univ. Leipzig) gemeinsam mit Prof. Dr. Freesmeyer (Charité Universitätsmedizin Berlin), Prof. Dr. Meyer (Univ. Greifswald) und Prof. Dr. Hugger (Univ. Düsseldorf) den Tagungsbestpreis der AFDT 2001. Um es in allen Details für die Kollegen nachvollziehbar zu machen veröffentlichten die Autoren dieses Diagnoseschema zudem in Buchform (Lehrbuch Klinische Funktionsanalyse, Kapitel 3.3 und 3.4, S. 225-260).

Im CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf werten wir die Anamnesen und Befunde aus der klinischen Funktionsanalyse auf dieser Basis aus. Dabei werden alle Anamnesen und Befunde den hierzu passenden Initialdiagnosen zugeordnet. Diese systematisierte Zuordnung konnte mittlerweile in eine computer-as sistierte Auswertung überführt werden. Dieses Konzept gilt als Wegweisend für die Zahnmedizin und wurde daher als Kernmodul im ersten deutschen postgraduierten zahnmedizinischen Studiengang Funktionsdiagnostik und -therapie mit Computerunterstützung der Erst-Moritz-Arndt- Universität Greifswald ausgewählt.

Wir setzen dieses System natürlich nicht nur in der akademischen Lehre, sondern vor allem in der klinischen Praxis ein – dafür wurde es schließlich entwickelt. Dadurch können wir den Patienten ihr individuelles Untersuchungsergebnis mittelbar nach der klinischen Funktionsanalyse am Bildschirm erläutern.

Hierfür steht uns in der Diagnose-Software (dentaConcept CMDfact) ein neuartiges „Diagnose-Cinema“ zur Verfügung. Die individuellen Initialdiagnosen können wir dort den Patienten mittels kurzer dreidimensionaler Video- Animationen in Fernsehqualität erläutern, nach dem Motto: ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Um sicherzustellen, daß der Patient die Informationen in entspannter Atmosphäre aufnimmt steht uns hierfür ein spezieller Beratungsraum mit großformatigen Flachbildschirmen und zusätzlichen Anschauungsmodellen zur Verfügung.

Sofern sich der Verdacht auf das Vorliegen einer behandlungsbedürftigen cranio-mandibulären Dysfunktion (CMD) bestätigt erläutern wir dem Patienten an dieser Stelle individuell notwendige Zusatzuntersuchungen und therapeutische Alternativen. In der Regel werden dabei zunächst Verfahren aus dem Kreis der instrumentell-funktionsdiagnostischen Maßnahmen erforderlich.

Sowohl das eingesetzte Dokumentationsystem als auch zur Auswertung eingesetzte Diagnoseschema wurden bei ihren jeweiligen Präsentationen 1996 und 2001 mit Tagungsbestpreisen prämiert.

 

CMDfact und Arztbrief-Assistent CMD<br>	Beschreibung des aktuellen Standes der Softwareentwicklung erscheinen in "Quintessenz" 5/2007
CMDfact und Arztbrief-Assistent CMD
Beschreibung des aktuellen Standes der Softwareentwicklung erscheinen in "Quintessenz" 5/2007